Zurück zum SEO-Wiki & Glossar

SEO-Wiki

Click-Through-Rate (CTR)

Was ist die Click-Through-Rate oder CTR?

Die Click-Through-Rate ist der prozentuale Anteil der Klicks, die ein bestimmtes Marketing-Element — etwa eine Anzeige oder eine Blog-URL in den SERPs — im Verhältnis zur Gesamtzahl seiner Aufrufe erhält. Sie ist eine effektive Methode, um die Performance Ihrer Anzeigen, Social-Media-Beiträge, Blogposts und ähnlicher Inhalte zu messen.

Formel für die Click-Through-Rate

CTR = (Anzahl der Klicks ÷ Anzahl der Impressionen) × 100

Impressionen sind dabei die Anzahl der Aufrufe des Marketing-Elements durch die Zielgruppe.

So funktioniert das in der Praxis:

Angenommen, Ihre Anzeige erhält 2.000 Impressionen, aber nur 100 Personen klicken darauf. Dann liegt die CTR bei:

(100 ÷ 2.000) × 100 = 5 %

Warum ist die Click-Through-Rate wichtig?

Die Click-Through-Rate ist wichtig, weil sie hilft, die Wirksamkeit Ihrer Marketingmaßnahmen zu messen.

Eine hohe CTR zeigt, dass Ihre Botschaft zielgerichtet und für die Zielgruppe relevant ist — Sie kommen Ihren Wunschkunden also einen Schritt näher. Eine niedrige CTR signalisiert, dass im Marketing etwas nicht stimmt: Entweder sprechen Sie die falsche Zielgruppe an, oder Ihre Botschaft ist nicht überzeugend genug. Mit den richtigen Daten — statt Spekulationen — lässt sich das Problem leichter eingrenzen.

Suchmaschinen wie Google nutzen die CTR auch fürs Anzeigen-Ranking, was wiederum langfristig die Anzeigenkosten und die Performance beeinflusst.

Google misst die CTR Ihrer Anzeige gegen einen internen CTR-Schätzwert und speichert die Daten samt entsprechendem Quality Score in Ihrem Werbekonto. Sobald Sie neue Anzeigen schalten, ist die historische Performance Ihres Kontos ein wesentlicher Faktor beim Ranking. Je besser also die historischen Daten, desto wahrscheinlicher ranken die Folge-Anzeigen weit oben in den SERPs.

So verbessern Sie Ihre Click-Through-Rate

Stellen Sie sicher, dass Ihre Marketing-Inhalte für die anvisierte Zielgruppe relevant sind. Dafür gibt es mehrere Hebel:

Verwenden Sie relevante Keywords in Überschriften, Metadaten und Texten — das verbessert die Sichtbarkeit Ihrer Inhalte. Die Keywords sollten eng mit den Suchbegriffen zusammenhängen, die Ihre Zielgruppe verwendet. Vermeiden Sie Keyword-Stuffing — bauen Sie Keywords stattdessen so ein, dass sie sich natürlich in den Text einfügen.

Fügen Sie einen kurzen, klaren und relevanten Call-to-Action hinzu, der zum Klicken animiert. Nutzen Sie CTAs wie:

  • Hier klicken
  • Mehr erfahren
  • Kostenlosen Leitfaden holen Ergänzen Sie passende Bilder, die zu Ihrer Botschaft passen.

Profi-Tipp: Halten Sie sich an die Richtlinien und Zeichenlimits gängiger Plattformen und Suchmaschinen — sonst riskieren Sie, dass Titel und Beschreibung automatisch umgeschrieben werden und die emotionale Botschaft, wichtige Informationen oder der CTA verloren gehen.

Aktuelle Zeichenlimits für Meta-Title und Meta-Description bei den großen Suchmaschinen:

Google:

  • Meta-Title: 70 Zeichen (oder bis zu 600 Pixel)

  • Meta-Description: 155 Zeichen (oder bis zu 920 Pixel) Bing:

  • Meta-Title: 65 Zeichen (oder bis zu 600 Pixel) Yahoo:

  • Meta-Description: 165 Zeichen (oder bis zu 968 Pixel)

FAQs zur Click-Through-Rate

Antworten auf häufige Fragen rund um die Click-Through-Rate.

Was ist eine gute Click-Through-Rate?

Die durchschnittliche organische CTR liegt branchenübergreifend bei 2 %. Eine gute CTR variiert jedoch je nach Branche und Kanal. In den meisten Branchen liegt der akzeptable Bereich für E-Mails bei 2–5 %. Für Search-Ads gilt eine CTR von 6–7 % als gut.

Wie wird die Click-Through-Rate berechnet?

Die Click-Through-Rate wird in Prozent gemessen. Sie ergibt sich aus der Anzahl der Klicks geteilt durch die Anzahl der Impressionen.

Click-Through-Rate vs. Open Rate vs. Conversion-Rate

Die Click-Through-Rate gibt an, wie viele Personen ein Marketing-Element gesehen und angeklickt haben. Sie wird genutzt, um zu beurteilen, wie gut Ihre organischen Suchergebnisse und Anzeigen performen.

Die Open Rate ist eine E-Mail-Marketing-Kennzahl, die misst, wie viele Ihrer Abonnenten eine bestimmte E-Mail geöffnet haben. Die Conversion-Rate wiederum ist der Anteil der Personen, die nach dem Klick auf eine Anzeige eine bestimmte Aktion abgeschlossen haben — etwa eine Anmeldung oder einen Kauf.

Insgesamt ist die CTR eine zentrale Metrik im Online-Werbung, die wertvolle Einblicke in die Wirksamkeit einer Anzeige oder eines Links liefert.

Wichtige Statistiken zur Click-Through-Rate

Die folgenden CTR-Statistiken stammen aus einer Studie von Sistrix, die über 80 Millionen Keywords und Suchergebnisse analysiert hat. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die erste Position in den organischen Google-Suchergebnissen hat eine durchschnittliche CTR von 28,5 %.
  • Ab Position 1 fällt der Wert jedoch schnell ab. In Position 2 liegt die durchschnittliche Klickrate bei 15,7 %, in Position 3 bei 11 %.
  • Nur 2,5 % der Nutzer klicken auf das Ergebnis in Position 10.
  • Globale CTRs über alle Suchtypen hinweg sind wenig aussagekräftig, da die CTR für Position 1 je nach Suchintention und SERP-Layout zwischen 13,7 % und 46,9 % schwankt.
  • Sitelinks führen zu besseren CTRs als rein organische SERPs — mit Werten zwischen 46,9 % und 34,2 %.
  • Kommerzielle Suchanfragen mit Google-Shopping- oder Google-Ads-Funktionen haben mit 13,7 % bzw. 18,8 % die schlechtesten CTRs.
  • Auch Featured Snippets und Knowledge-Panel-Funktionen senken die organischen Klickraten auf 23,3 % bzw. 16,7 %.
  • Generell ist eine niedrigere CTR zu erwarten, je mehr unterschiedliche Elemente und Integrationen in den SERPs vorhanden sind.
  • Für SEOs heißt das: Die Suchintention eines Keywords bestimmt das SERP-Layout und die Anzahl der erreichbaren organischen Klicks — das Suchvolumen allein ist nicht der entscheidende Faktor.

Der Keyword-Rank-Tracker

Für smarte, leidenschaftliche SEOs, die die Branche voranbringen.

Kostenlos testen

14 Tage kostenlos testen · Keine Kreditkarte erforderlich · 100 Keywords und 20 Credits inklusive