Keyword Difficulty: Warum sie für SERP-Rankings entscheidend ist
Welche Keywords große Traffic-Mengen auf Ihre Site bringen können — das ist leicht zu identifizieren.
Die Frage ist: Wie ranken Sie dafür?
Vorbei sind die Zeiten, in denen Site-Betreiber sich per Keyword-Stuffing auf Seite 1 mogelten. Mit immer intelligenteren Algorithmen brauchen Sie heute einen handfesten Plan, um die Ranking-Leiter hochzuklettern.
Die meisten Keyword-Recherche-Tools liefern dafür einen Keyword-Difficulty-Score — eine Skala von 0 bis 100, die die Schwierigkeit einer Suchanfrage bewertet.
Dieser Artikel erklärt Keyword Difficulty grundlegend, warum sie für SERP-Rankings zählt und wie Sie Low- und High-Difficulty-Keywords kombinieren.
Was ist Keyword Difficulty?
Keyword Difficulty beschreibt das Konkurrenzlevel oder die Schwierigkeit, für ein bestimmtes Keyword in den SERPs zu ranken. Sprich: wie herausfordernd es wird, gegen andere Websites anzutreten, die dasselbe Wort/dieselbe Phrase ins Visier nehmen.
Beispiel: Keyword.com ist ein Rank-Tracker-Tool. Wir wollen für Keywords ranken, die zu unserer Software und ihren Features passen.
Nehmen wir an, wir zielen auf das Keyword „SEO” — hohes Suchvolumen. Nach Wettbewerbsanalyse sehen wir: viele etablierte Sites optimieren auf dasselbe Keyword. Das Tool gibt einen Difficulty-Score von 79 von 100.
Heißt: hochkompetitiv, aufwändig zu ranken — viel Arbeit und Optimierung nötig, um eine Top-Position zu erreichen.
Anders bei „SEO Share of Voice”, „Rank Tracking API”, „SERP Tracker”, „Keyword-Rank-Tracking-Tool” usw.: niedriges Suchvolumen und niedrige Difficulty.

Diese Keywords sind weniger kompetitiv — Aufwand und Ressourcen für Seite-1-Rankings sind geringer.
Verwandt: Wir erklären in diesem Artikel detailliert, warum wir Low-Difficulty-Keywords anvisieren.
Faktoren wie Suchvolumen, Backlink-Profile der rankenden Sites, Wettbewerb, Content-Qualität, Qualität einer Modellseite und mehr beeinflussen das Difficulty-Level eines Keywords.
Warum Keyword Difficulty für SERP-Rankings zählt
1. Sie hilft, den Wettbewerb einzuschätzen
Mark Williams-Cook brachte es in einer LinkedIn-SEO-Anekdote auf den Punkt:
„SEO zu starten ist wie zu einem Marathon dazuzustoßen, der schon läuft. Viele sind schon vor Ihnen und haben einen Vorteil. Sie müssen sie überholen, um aufzuholen. Wenn Sie schon langsamer rennen als sie, kommen Sie nicht voran — Sie ermüden und werden frustriert.”
Wer das Konkurrenzniveau im Rennen kennt, bereitet sich anders vor. Gilt fürs SEO genauso.
Viele SEO-Profis sind überzeugt, dass Suchmaschinen große Sites bevorzugen. Auch wenn das nicht zu 100 % stimmt — es lohnt sich zu wissen, wie autoritativ die Top-rankenden Sites für Ihre Ziel-Keywords sind, bevor Sie optimieren.
Ein zentraler Faktor der Difficulty ist der Wettbewerbsgrad. Eine neue Site braucht eine teure SEO-Strategie, um auf Seite 1 für „SEO” zu kommen — leichter ist „Rank Tracker API”.
Warum?
Unterschiedliche Wettbewerbsniveaus. Vor allem aber: für Keyword 1 ranken mehr autoritative Sites als für Keyword 2.
Beide Analysen lieferte uns die Keyword Difficulty.
2. Ressourcen effektiv einsetzen
Über die Difficulty-Analyse beantworten Sie Fragen wie:
- Brauche ich erst einen Topic Cluster ums Ziel-Keyword herum, bevor ich Seite 1 erreiche?
- Brauche ich mehr Linkbuilding, um zu ranken?
- Muss ich meine Content-Strategie ausbauen?
Hohe KD → klar, mehr als Plug-and-Play-SEO nötig.
3. Realistische Erwartungen setzen
Beispiel von oben: Ein neuer Site-Betreiber, der Seite 1 für „SEO” erwartet, ist unrealistisch. In einer Welt, in der große Sites um Real-Estate für High-Volume-Keywords kämpfen, braucht eine neue Site eher einen Lottogewinn.
Difficulty-Metriken helfen, sinnvoll zu wählen und realistisch zu erwarten.
4. Conversion-Potenzial identifizieren
Auch wenn Difficulty nicht direkt das Conversion-Potenzial signalisiert — indirekt schon.
Wie?
- Wettbewerb verstehen: Difficulty reflektiert Anzahl konkurrierender Sites, deren Autorität, Backlink-Profile. Höhere Difficulty → kompetitiveres Umfeld, was Ihre Conversion indirekt beeinflussen kann. Sie sehen, wie viel Aufwand für ein gutes Ranking nötig ist.
- Korrelation mit Suchvolumen: High-Volume-Keywords haben meist hohe Konkurrenz. Sie ziehen aber auch mehr potenzielle Kunden an. High Difficulty allein garantiert keine Conversions — signalisiert aber großes Trafficpotenzial bei gutem Ranking.
Wer High-Difficulty-Keywords mit relevantem Content angeht, erhöht die Chance, interessierte Nutzer anzuziehen und zu konvertieren.
Mit Difficulty optimieren Sie Aufwand, verbessern Ranking-Chancen und ziehen relevanten organischen Traffic.
Was ist eine „gute” SEO-Difficulty?
Hängt von Zielen, Ressourcen und Branchenwettbewerb ab. Generell: eine gute Difficulty balanciert Erreichbarkeit und Belohnung.
Sehr hohe KD gilt aufgrund von Wettbewerb und Aufwand meist als schwierig.
Low- vs. High-Difficulty-Keywords
Low-Difficulty: vergleichsweise wenig Konkurrenz in den SERPs. Leichter zu ranken, organischer Traffic ohne intensiven Wettbewerb.
High-Difficulty: intensiver Wettbewerb. Schwierig wegen Anzahl konkurrierender Sites und deren Autorität. Oft Short-Tails — breite Begriffe für viele Themen.
Verwandt: Wie Sie die richtigen Keywords zum Tracken auswählen
Wann High-Difficulty-Keywords einsetzen
1. Wenn Sie ein starkes Backlink-Profil haben
High-Difficulty zu ranken ist kein Spaziergang. Sie müssen kämpfen können, bevor Sie in den Ring steigen — eine zentrale Voraussetzung: ein starkes Backlink-Profil.
Frage: Rankt Google noch nach Backlink-Profilen?
Antwort aus dem Featured Snippet:

Eine Site mit starkem Backlink-Profil gilt als autoritativ, vertrauenswürdig und erfahrungsgeprüft. Genau das, was Google sucht. Deshalb fällt es solchen Sites leicht, für hochkompetitive Keywords zu ranken.
Aber wie baut man ein starkes Backlink-Profil auf?
Alisha Rechberg nannte fünf Strategien in ihrem Blogpost für Your Marketing People:
- Link-Bait-Content erstellen — Content, den man verlinken will.
- Mentions in Links umwandeln.
- Gastbeiträge auf relevanten Sites.
- Community-Verbindungen via Google Business Profile, Citations aus lokalen Verzeichnissen.
- Anchor-Texte natürlich optimieren.
Neil Patel ergänzt:
- Mit Standard-SEO-Tools Wettbewerber-Backlinks finden und gezielt angehen.
- Special Events für PR-Links.
Eine Site mit starkem Backlink-Profil plus Content-Qualität und passender Suchintention rankt leichter für Keywords, an denen kleinere Sites jahrelang scheitern.
2. Beim Aufbau einer langfristigen SEO-Kampagne
High-Difficulty-Keywords haben aufgrund höherer Suchvolumen langfristigen Wert.
Ranken kostet Zeit und Aufwand. Geduld und Konsequenz zahlen sich aus.
Fazit: Sie brauchen eine fundierte, durchdachte Content-Strategie, um Honig aus dem High-Difficulty-Bienenstock zu holen.
Daniel Chabert, Founder von Purplefire:
„Eine große E-Commerce-Plattform brauchte Hilfe beim Ranken kompetitiver High-KD-Keywords zum Sortiment. Wir analysierten die Keyword-Landschaft und entwickelten eine detaillierte Content-Strategie für relevante High-KD-Begriffe — mit On-Page-Optimierung, Quality-Backlinks und tiefen, wertorientierten Inhalten. Über die Zeit stieg nicht nur die Site-Autorität, sondern auch die SERP-Rankings für die kompetitiven Keywords — mit deutlichem Wachstum bei organischem Traffic und Umsatz.”
Wann Low-Difficulty-Keywords einsetzen
1. In der Frühphase Ihres Business
Die meisten Long-Tail-Keywords sind Low-Difficulty — Top-Priorität für Early-Stage-Startups.
John Ozuysal, Founder von House of Growth, erklärt das „Warum” in einem LinkedIn-Post.

Hinweis: Johns Insights gelten nicht nur für Early-Stage-B2B-SaaS — sondern für jedes Startup in jeder Nische.
Ergänzend: Case Study von Isabel Ludick, Marketing Director bei Pangolia, wie sie ihre neue Site mit Low-Difficulty-Keywords zum Wachsen brachte:
„Als ich meine Website über Entsafter startete, fokussierte ich mich auf Artikel mit sehr hoher Keyword Difficulty. Einer der ersten war zum Keyword ‚best juicer’.
Problem: Difficulty für ‚best juicer’ war hoch — meine neue Site hatte fast keine Chance auf ein Ranking.
Hat nicht funktioniert. Ich änderte den Ansatz und veröffentlichte Artikel auf Long-Tails mit niedriger Difficulty. ‚best juicer for carrots’, ‚use for leftover juice pulp’ usw.
Suchvolumen niedriger — aber auch Konkurrenz deutlich geringer. Endlich kam Traffic. Mit wachsender Autorität konnte ich kompetitivere Keywords wie ‚best budget juicer’ angehen.”
2. Beim Aufbau von Themenautorität
Themenautorität braucht einen Cluster aus Sub-Themen (Long-Tails), meist Low-Difficulty — Google sieht sie als relevanter.
Mit starkem internem Linking-System entsteht ein Netz aus Inhalten, das Ihrer Site Real-Estate auf der Result-Page sichert.
Dahinter stehen meist Low-Difficulty-Keywords.
3. Conversions in verschiedenen Funnel-Stufen erhöhen
„Genau das machen wir für einen Kunden: arc.academy. Sie bieten Game-Design, Animation, VFX und Concept-Art-Kurse. Die Hauptkeywords sind extrem kompetitiv — wir schreiben aktuell zu angrenzenden Keywords, die User im oberen Funnel-Bereich abholen.
Beispiel: ‚how long does it take to make a video game’ (Suchvolumen 250, KD 6 laut unserem Tool). Auch ohne Backlinks rankt die Seite auf Seite 1 und sogar auf Position 1 für verwandte Keywords — Traffic aus relevanter Zielgruppe.” — Velin Dragoev von ARC Academy
4. Wenn Sie Quick Wins wollen
„Als Agentur targeten wir oft Lower-KD-Keywords mit neuen Kunden. Klienten werden ungeduldig — und ein schneller Weg nach oben zu zeigen hält sie engagiert, bis wir auch die schwierigen KD-Keywords nach oben schieben können.” — Robert Bentz, CEO von Purplegator
Niedriger Wettbewerb plus leichteres Ranken = Low-Difficulty-Keywords als Quick-Win-Katalysator. Da viele Low-Difficulty-Keywords zugleich Long-Tails mit klarer Suchintention und hohem Conversion-Potenzial sind, drehen Sie damit oft schnell das Ruder Ihrer SEO-Kampagne.
Wie Sie sowohl High als auch Low KD tracken
Erstens: Ihre Strategie sollte nicht einseitig sein. Balance ist nötig.
Wie also High und Low KD gemeinsam erfassen?
1. Suchintention berücksichtigen
Wir können nicht oft genug betonen, wie sehr Google Suchintention priorisiert. Das BERT-Update ermöglichte Google, konversationelle Anfragen besser zu verstehen. Fokus: Content, der Nutzerfragen beantwortet und korrekt optimiert ist.
Verstehen Sie die Suchintention Ihres Themas und optimieren Sie mit dazu passenden Keywords.
2. Keywords nach Difficulty gruppieren
„Tipp: Tracking nach Difficulty-Level gruppieren — so organisieren Sie und verfolgen Fortschritt. Wenn Sie zu ranken beginnen, passen Sie die Strategie an, um schwierigere Keywords anzugehen.” — Jen MacDonald von Evolved Search
3. Business Value berücksichtigen
Business Value schlägt Difficulty. Ein Keyword ohne Business Value ist irrelevant — egal wie groß sein Potenzial.
Business Value sollte der Maßstab für die Auswahl sein. Interessanterweise sind die meisten business-zentrierten Keywords Long-Tails mit hohem Conversion-Potenzial.
Balance zwischen Low- und High-Difficulty finden
1. Keyword Effectiveness Index (KEI)
Die KEI-Formel stammt von Sumantra Roi für Wordtracker. Im Kern: Verhältnis aus Suchvolumen und Wettbewerbsmetrik.
Erste Formel laut Sumantra:
KEI = (P^2/C)*1000
P = Popularität/Suchvolumen, C = Wettbewerbsmetrik/Difficulty.
Im Wesentlichen: Suchvolumen geteilt durch Difficulty.
Niedriger KEI → niedriges Volumen mit hohem Wettbewerb.
Hoher KEI kann bedeuten:
- Suchvolumen hoch
- Wettbewerb/Difficulty niedrig, oder
- Volumen hoch und Difficulty niedrig.
Empfehlung: KEI Ihrer Keywords kennen und die mit hohem Index priorisieren.
Hinweis: Niedriger KEI heißt nicht automatisch ungeeignet. Solche Keywords sind oft Short-Tails — mehr Aufwand, Zeit und Ressourcen für Seite 1 nötig.
2. Richtige Verwendung im Content
Wie oft High- und Low-Difficulty-Keywords im Beitrag nutzen?
Wir haben SEO-Profis gefragt, um die Antwort sauber zu liefern.
Anthony Johnson auf Quora:
„Es gibt keine eindeutige Antwort, kein bestimmtes Verhältnis aus High- und Low-Difficulty, das Erfolg garantiert. Generell aber: High-Difficulty sparsam und strategisch einsetzen — Fokus auf hochwertigen Content, der Mehrwert liefert und Keywords natürlich integriert.”
Der Founder von Epic Book Society twitterte eine andere Sicht.

Grace, Owner von Townster Creative:
„Bei Keyword-getriebenen Posts und Site-Pages mische ich 1–2 höhere KD-Keywords mit 2–3 niedrigeren KD-Keywords. Je länger das Stück, desto mehr Keywords. Niedrige KDs in kritischen SEO-Spots wie Headern, höhere KDs gestreut im Body — damit Google klar weiß, wovon das Stück handelt.”
Empfehlung: Keywords natürlich nutzen, vor allem in Headings und im Body. High-Difficulty in Headings, Low-Difficulty im Body.
SIDENOTE: Auch mit schwächerem Backlink-Profil bringt Optimierung mit Business-relevanten Keywords (passend zur Suchintention der Seite, unabhängig von Difficulty) Sichtbarkeit für diese Suchanfragen.
Fazit
Selbst nach Optimierung auf Keywords mit bestem KEI bleibt das Hauptthema: wie ranken Sie tatsächlich?
Mehrere Faktoren können das verhindern: Ranking-Schwankungen, Algorithmus-Änderungen u. v. m.
Sie überspringen die Hürden via einfachem Prozess: Rank Tracking.
Rank Tracking hilft, SERP-Rankings für Ziel-Keywords zu monitoren, die Effektivität der SEO-Arbeit zu bewerten und informierte Entscheidungen für mehr Sichtbarkeit zu treffen.
Keyword.com automatisiert diesen Prozess.
Keyword.com ist eine SEO-Rank-Tracking-Software, der renommierte Unternehmen und SEO-Profis für das Tracking ihrer Rankings vertrauen. Die Share-of-Voice-Funktion macht es leicht, echte Wettbewerber zu erkennen und sie zu überholen.
Inklusive Rank-Tracker-API für unbegrenzte Daten und 30 Tage historischen SERP-Zugang — KPIs-basierte Entscheidungen leicht gemacht.
Starten Sie jetzt Ihren kostenlosen Test und tracken Sie unbegrenzt viele Sites.
Sie wollen Keyword Master werden? Schauen Sie sich unsere Keyword-Monitoring-Guides und unsere Keyword Academy an.