Ziel beim Schreiben eines Blogbeitrags ist, die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe zu gewinnen und sie an Ihre Marke heranzuführen. Ab hier sind die Möglichkeiten endlos — sie können sich in Ihre Mailingliste eintragen, Ihre Produkte kaufen oder Ihre Services abonnieren.
Das wird aber nicht passieren, wenn niemand Ihren Blogbeitrag online findet.
Es gibt viele Wege, Blog-Content bei Lesern zu bewerben. Doch wohl der beste und nachhaltigste ist ein hohes Ranking in den Suchergebnissen.
SEO-freundliche Blogbeiträge zu schreiben heißt: Ihre Zielgruppe findet sie auf Google fast ohne Ihr Zutun. Sie müssen Ihre Posts nicht überall in Social Media verteilen. Sobald ein Blogbeitrag auf Seite 1 der Suchmaschinenergebnisse (SERPs) rankt, fließt ein stetiger Strom an hochwertigem Traffic, der bereit ist, mit Ihrem Content zu interagieren.
In diesem Beitrag lernen Sie, wie Sie hochoptimierte, SEO-freundliche Blogbeiträge erstellen, die garantiert in der Google-Suche ranken und mehr Site-Besucher generieren.
Keyword-Recherche durchführen
Keyword-Recherche spielt eine zentrale Rolle bei einem SEO-freundlichen Blogbeitrag. Wenn Sie nicht die richtigen Keywords ansteuern, sind Ihre Chancen auf hohe SERP-Rankings gering.
Suchvolumen und Keyword Difficulty
Bei der Keyword-Recherche fallen einem zwei Größen sofort ein: Suchvolumen und Keyword Difficulty (KD). Suchvolumen meint die Anzahl an Suchen pro Monat im Schnitt. Kostenlose Tools wie Google Keyword Planner zeigen Ihnen Keyword-Ideen samt Suchvolumen-Range, wenn Sie ein Thema eintippen.

Keyword Difficulty ist ein Score, der zeigt, wie leicht oder schwer ein Ranking auf Seite 1 von Google ist. Je höher der Score, desto schwieriger wird’s.
Die Keyword-Difficulty-Metrik gibt es in Premium-Tools wie Ahrefs und SEMrush. Jedes Tool berechnet KD anders — erwarten Sie also keine identischen Werte.

Logisch ist nun: Sie suchen Keywords mit hohem Suchvolumen und niedriger Keyword Difficulty. Bei der Keyword-Recherche gibt es keinen exakten KD-Score, auf den Sie zielen sollten — jede Nische und Branche ist anders. Suchen Sie also so viele relevante Keyword-Ideen wie möglich und prüfen Sie deren durchschnittliches Suchvolumen und KD.
Keyword Intent
Um Ihre Keyword-Recherche zu erweitern, denken Sie an Keyword Intent — den Grund, warum Nutzer eine Anfrage überhaupt in Google eingeben.
Drei Arten von Keyword Intent sollten Sie kennen: navigational, informational und commercial.

Bildquelle: WordStream
Wenn Ihre Marke nicht extrem populär in Ihrer Branche ist, wird der Großteil Ihres Blog-Contents informational sein.
Sie müssen vor allem informationale Keywords finden, um Ihr Branchenwissen zu teilen und Vertrauen aufzubauen. Sobald Sie als Experte etabliert sind, können Sie für commercial Keywords optimieren — und den über die Zeit gewachsenen Traffic in Sales umwandeln, indem Sie auf eigene Produkte oder Affiliate-Produkte verweisen.
Keyword-Recherche mit Intent im Blick erlaubt zudem fokussiertere Posts. Beispiel: Für „content marketing” zu optimieren ist schwer — das Keyword umfasst Definition, Vorteile, Beispiele und mehr. Für „content marketing for beginners” wird das Ziel klar: ein informativer Post, der Content Marketing für Einsteiger erklärt.
Intent gibt Ihnen Einblicke, warum Nutzer suchen — und hilft, das Thema zu verengen.
Keywords an den richtigen Stellen platzieren
Sobald Sie Ihr Keyword gefunden haben, achten Sie darauf, es an den richtigen Stellen im Content zu erwähnen.
Damit ist nicht Keyword-Stuffing gemeint. Ihr Keyword möglichst oft im Post zu erwähnen funktioniert nicht mehr — das bringt Lesern keinen Wert. Was heute zählt: autoritativer Content, der den Intent der Suchenden trifft, indem er die Frage beantwortet oder das Problem löst.
Strategisches Targeting des Keywords im Beitrag liefert dennoch Kontext und hilft Suchspidern, Ihren Content für die richtigen Anfragen zu indexieren.
Matt Diggity nennt diese Stellen die „Three Kings of On-Page SEO”:
- SEO Title — der Titel Ihres Posts in den Suchergebnissen
- URL — die Seitenadresse des Beitrags auf Ihrer Site
- H1-Tag — der Titel auf der Artikelseite
Sie können denselben SEO Title und H1 verwenden — ein überzeugenderer, beschreibender SEO Title zieht aber mehr Klicks an.
Wenn Sie Ihr Keyword an diesen Stellen erwähnen, hat Ihr Beitrag sofort einen Vorteil gegenüber Posts ohne Keyword an diesen Stellen.
Sie können das Keyword auch im eigentlichen Content erwähnen — der Effekt ist aber kleiner als an den oben genannten Stellen. Achten Sie darauf, dass das Keyword im Content Sinn ergibt — nicht aus Pflicht. Verwenden Sie auch Variationen des Ziel-Keywords im Body, um es natürlich zu halten.
Content sauber strukturieren — mit Headern
Einer der besten Wege zu lesefreundlichen, SEO-freundlichen Posts: jedes Subthema in eine Sektion zu teilen.
Jede Sektion braucht eine Subheading, die sie Lesern sauber einführt. Da Sie schon ein H1-Tag (den Titel) haben, nutzen Sie H2 für die Sektionen. Subsektionen unter einem H2 nutzen H3 — und so weiter.
Früher war es Pflicht, das Ziel-Keyword in Headings zu erwähnen, damit ein Post für die Suchanfrage rankte. Heute haben Header in dieser Hinsicht an Wert verloren.
Trotzdem hilft es, Ihre Ziel-Keywords oder Variationen in einigen Heading-Tags einzubauen — relevant gehalten. Das macht den Post leichter lesbar und hilft Spidern, den Kontext zu verstehen. Auch ohne Keyword in jedem Header wird Google Ihren Post mit höheren Rankings belohnen, solange Sie das Thema umfassend abdecken.
Zum Brainstorming für Header reicht ein Blick auf die Sites in den SERPs Ihres Ziel-Keywords.
In der Suchleiste sehen Sie Googles Autocomplete-Vorschläge — bis zu 10 Suchphrasen, die Sie direkt oder als Sprungbrett für Header verwenden können.

Bei manchen Suchanfragen gibt es das „People also ask”-Feld (PAA) mit den häufigsten Fragen zum gesuchten Keyword:

Klicken Sie eine Frage an, sehen Sie zwei zusätzliche Fragen darunter.

Schließlich gibt es den „Ähnliche Suchanfragen”-Bereich, der erscheint, wenn Sie eine Seite anklicken und im Browser zurück zur SERP gehen. Unter der angeklickten Seite sehen Sie eine kleine Box mit Suchanfragen, die Sie als Header für Ihren Post nutzen können.

Killer-Content schreiben
Alles oben Genannte ist die halbe Miete fürs Top-Ranking. Die andere Hälfte ist das eigentliche Schreiben.
Es gibt automatische Content-Generatoren wie Jarvis, die Content per Klick produzieren. Sie müssen den Artikel aber überprüfen und editieren, um Genauigkeit und Grammatik sicherzustellen. Oft schreiben Sie ganze Sektionen neu, weil sie die Detailtiefe für Ihren Post nicht treffen.
Damit das Schreiben leichter wird, bereiten Sie ein Outline vor — siehe oben. Indem Sie Themen mit Headings und Subheadings strukturieren, haben Sie ein klares Bild von Anfang bis Ende.
Beim Schreiben eines Artikels beantworten Sie für jede Sektion folgende Fragen:
- Worum geht es in der Sektion?
- Warum sollten Leser das wissen?
- Wie können Leser das Gelernte in die Praxis umsetzen?
Sie können die Fragen je nach Thema anpassen. Beispiel: Ist die Sektion über Cokes „Share A Coke”-Kampagne als Content-Marketing-Beispiel, könnten die Fragen lauten:
- Was ist die „Share a Coke”-Kampagne und wie funktioniert sie?
- Wie hat Coke die Kampagne umgesetzt?
- Welche Resultate hatte die Kampagne?
- Was können Leser daraus lernen — und wie selbst umsetzen?
Wie gesagt: Fragen je nach Thema anpassen. Ziel ist, Fragen zu beantworten, die Ihre Leser zum Thema haben. Wenn Sie sie klar und präzise beantworten, liefern Sie Lesern und Suchmaschinen gleichzeitig Wert.
Sobald der Beitrag steht, prüfen Sie ihn vor dem nächsten Schritt. Wenn Sie selbst geschrieben haben, idealerweise ein paar Stunden Distanz nehmen. So kommen Sie mit frischem Blick zurück und können den Artikel mit zusätzlichen Informationen verfeinern.
Beim Editieren empfiehlt sich ein Tool wie Grammarly Premium — es hilft bei Grammatikfehlern und schwacher Satzstruktur (für englische Texte; für Deutsch nutzen Sie LanguageTool oder Duden Mentor).

Eigene Fehler zu finden ist schwer — meist sind Sie sich nicht bewusst, dass es überhaupt Fehler sind.
Solche Tools fangen das ab und sorgen für Konsistenz über Ihre Artikel hinweg — entscheidend, um Besucher in treue Leser zu verwandeln.
Bilder einbauen
Als Teil der Content-Struktur fügen Sie so viele relevante Bilder wie möglich ein.
Damit sind keine Stockfotos gemeint. Die können Sie nutzen, wenn sie die Aussage einer Sektion treffen — am besten setzen Sie aber einzigartige, eigene Bilder ein. Sie heben Ihren Beitrag von der Masse ab.
Bilder zu erstellen ist auch ohne Designerfahrung leicht — dank Tools wie Canva. Wählen Sie eine Vorlage, fügen Sie Bilder aus der Stock- und Vektor-Sammlung hinzu, und peppen Sie das Erscheinungsbild mit Filtern und Elementen auf.

Neben Featured Images können Sie Zitate aus Ihrem Beitrag in Bilder verwandeln. Das gibt Lesern Pausen von der Textwand.
Bevor Sie Bilder hochladen, komprimieren Sie sie mit ShortPixel oder Optimizilla. Das verkleinert die Dateigröße — Bilder laden schneller, ohne Qualität zu verlieren.
Schließlich: Setzen Sie Alt-Text auf alle Bilder, die Sie hochladen. Da Suchspider Bilder nicht lesen können, prüfen sie den Alt-Text, um zu verstehen, worum es geht. Stellen Sie sicher, dass der Alt-Text die Bilder genau beschreibt.
Interne und externe Links nutzen
Sobald der Beitrag steht, fügen Sie externe und interne Links hinzu. Externe Links zeigen auf Seiten anderer Websites.
Externe Links sind wertvoll, weil sie Nutzern auf wertvolle, themenrelevante Ressourcen zeigen. Mit zusätzlicher Lektüre danken Ihnen Leser umso mehr.
Suchspider verbinden das Thema Ihres Posts über die ausgehenden Links. Beispiel: Geht’s um die besten Mobile Games 2021 und Sie verlinken auf die top-bewerteten Spiele dieses Jahres, bestätigen Spider, dass Ihr Thema tatsächlich Top-Mobile-Games ist. Suchmaschinen indexieren die Seite für die passenden Keywords.
Übertreiben Sie es nicht mit ausgehenden Links. Wegverlinken lässt auch Link Juice abfließen — das senkt die Autorität Ihrer Site.
Interne Links zeigen auf Seiten oder Posts auf Ihrer eigenen Site. Sie sind wohl noch wichtiger als externe Links — eine interne Linkstrategie erlaubt Topic Cluster auf Ihrer Site. Sie clustern, indem Sie Posts zum gleichen Thema über interne Links verbinden. Hier eine visuelle Darstellung eines Topic Clusters:

Bildquelle: HubSpot
Topic Cluster bauen Topical Relevance auf — Seiten ranken höher für ihre Keywords. Es gibt viele Fallstudien von Site-Betreibern wie Spencer Haws, die interne Verlinkung als Treiber für Traffic-Wachstum nennen.
Fazit
Mit den Schritten oben erstellen Sie gut optimierte, SEO-freundliche Blogposts, die mit der Zeit in Google ranken. Den Großteil der Zeit investieren Sie in Keyword-Recherche und das Schreiben.
Bei der Keyword-Recherche zielen Sie auf Suchbegriffe, für die Sie realistisch ranken können. Sobald Sie genug Autorität durch Ihre Posts aufgebaut haben, können Sie für Keywords mit höherem Suchvolumen optimieren — und so deutlich mehr Traffic ziehen.
Letztlich ist das Wichtigste an SEO-freundlichen Posts: Wert für Ihre Zielgruppe zu liefern. Wenn Sie alles, was es zum Thema zu sagen gibt, klar abdecken, gewinnen Sie Suchspider — und Ihre Seite landet ganz oben für Ihr Ziel-Keyword.