Keyword Difficulty Score — was ist das und wie messen Sie ihn?

Keyword.com ·

Keyword-Recherche ist ein fundamentaler Bestandteil Ihrer SEO-Strategie.

Ziel: niedrig kompetitive Keywords zu identifizieren, die Ihnen schnellere Top-Rankings und damit mehr organischen Traffic ermöglichen.

Aber wie finden Sie solche Keywords?

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle — eine der meistgenutzten Metriken ist der Keyword Difficulty Score. Er hilft zu entscheiden, welche Suchanfragen sich in einer Kampagne anvisieren lassen.

Wie diese Metrik funktioniert und wie Sie sie nutzen, um niedrig kompetitive Keywords zu finden — lesen Sie weiter.

Erstmal: Was bedeutet Keyword Difficulty?

Keyword Difficulty (KD) beschreibt im SEO den Schwierigkeitsgrad, für ein bestimmtes Keyword in den SERPs zu ranken. Sie quantifiziert, wie hart ein Top-Ranking für ein Keyword ist — und berücksichtigt Faktoren, die das Ranking-Potenzial einer Seite beeinflussen.

Was ist der Keyword Difficulty Score?

Der KD-Score zeigt, wie leicht oder schwer ein Ranking für eine Suchanfrage ist.

Sein Zweck: das Finden leicht zu rankender Keywords effizienter machen.

Statt sich nur auf das Suchvolumen zu verlassen, gibt KD zusätzlichen Kontext — Sie bewerten Anfragen danach, wie wahrscheinlich ein Ranking ist.

Wie wird Keyword Difficulty berechnet?

Den KD-Score sehen Sie in jedem Keyword-Recherche-Tool. Aber: Die Berechnung unterscheidet sich zwischen den Tools.

Sie sollten also nicht erwarten, identische Scores für dasselbe Keyword über alle Tools hinweg zu sehen.

Was Sie erwarten dürfen: ähnliche Größenordnungen — denn die Tools nutzen mehr oder weniger dieselben Ranking-Faktoren zur Berechnung.

Content-Qualität

Wie der Content geschrieben ist, beeinflusst den KD-Score.

Je wertvoller der Content für Nutzer und Suchmaschinen, desto besser die Qualität.

Wenn alle für ein Keyword rankenden Seiten Top-Content haben, ist es klüger, ein anderes Keyword zu suchen.

Aber wie misst man Nützlichkeit? Qualität ist subjektiv — was es schwierig macht.

Beispiel: Ein Stück Content kann den meisten helfen, einigen aber nicht. Heißt das, es sollte nicht ranken, weil es nicht jedem nützt?

Suchmaschinen nutzen Machine Learning, um Beziehungen zwischen Wörtern in einem Artikel zu verstehen. Damit etablieren sie eine objektive Basis für Content-Qualität.

Sie erwarten query-relevante Wörter und Phrasen im Content, damit eine Seite für ihr Ziel-Keyword rankt.

Erstens: der Content muss zur Suchintention passen.

Verschiedene Arten der Keyword-Intention Quelle: WordStream

Wenn ein Keyword eine Frage stellt, muss die rankende Seite eine Antwort liefern. Bei einer Best-of-Anfrage liefert die Suche idealerweise Listicles mit Empfehlungen.

Um zu entscheiden, welche Seite oben rankt, nutzen Suchmaschinen Natural Language Processing (NLP), um zu bestimmen, welche Wörter oder Topics auf der Seite vorkommen sollten.

Mit Google NLP kann die Suchmaschine Wörter und Phrasen (Entitäten) und ihre Wichtigkeit (Salienz) für ein Thema kategorisieren.

Google NLP

Ziel: Seiten zu einem Topic ranken, die Entitäten mit hoher Salienz enthalten.

Über Entitäten erkennen Suchmaschinen, welche auf ein Keyword optimierten Seiten das Thema in Tiefe behandeln.

Beim KD-Score haben Backlinks zwei Layer. Erster: Quantität.

Mehr Referring Domains zu einer Site → höheres Ranking-Potenzial.

Backlinks sind Empfehlungen. Mehr Sites, die auf eine Seite verlinken, vertrauen dem Content.

Wenn mehr Sites das tun, sieht Google die Backlinks als Beweis dafür, dass die Site als Autorität gilt — höhere Rankings, mehr Traffic.

Hinweis: Google zählt nur die Anzahl der Referring Domains. Selbst bei vielen Backlinks von einer hochwertigen Site zählt nur ein (1) Link von dieser Domain.

Heißt: viele Links von denselben Sites bringen kein höheres Ranking. Sie brauchen neue Domains.

Zweiter Layer — und der entscheidendste: Qualität.

Ein einzelner Link von einer großen Site wie Business Insider oder TechCrunch ist mächtiger als alle Links von unbekannten, mittelmäßigen Sites zusammen.

Diese Sites haben höhere Autorität — und Links von dort haben positive Effekte aufs Ranking.

Quantität und Qualität bestimmen die Domain Authority einer Site.

Ahrefs zeigt zur Bewertung das Domain Rating (DR).

Beispiel für Ahrefs Domain Rating

DR misst die Stärke des Link-Profils. Hoher DR → viele Backlinks von hochwertigen Sites.

Zurück zum KD-Score: Domains, die für Low-Difficulty-Keywords ranken, haben normalerweise niedriges DR.

On-Page-SEO

Content-Qualität ist Teil von On-Page-SEO — andere Faktoren sind aber genauso wichtig.

Sie helfen Crawlern beim Crawlen und Indexieren — höheres Ranking, mehr Traffic.

Aus Nutzersicht: leichter zu navigieren und zu verstehen.

Top-rankende Sites haben eine klare On-Page-SEO-Strategie.

Wichtige On-Page-Faktoren, die zum KD-Score beitragen können:

Mit diesen Faktoren bekommen Sie ein Gefühl, wie KD berechnet wird.

So berechnet z. B. Long Tail Pro KD-Scores:

Quelle: LongTailPro

Tools passen Formeln über Zeit an. Aber: Mit den Faktoren oben können Sie selbst einschätzen, ob ein Keyword optimiert werden sollte.

Was ist ein guter KD-Score?

Bei den meisten Tools: Skala 0–100, 0 = leichtest.

KWFinder kategorisiert KD-Scores in sechs Gruppen:

Guter Keyword Difficulty Quelle: KWFinder

Niedriger KD-Score → die rankenden Seiten haben schwachen Content und niedrige Autorität wegen mangelhaftem Backlink-Profil.

Schnelle Analyse der rankenden Seiten liefert konkretere Gründe für den niedrigen Score.

Sie nutzen die Info, schreiben Content, der die Lücke füllt — und überholen Wettbewerber an die Spitze.

Wichtigste Frage:

Sollte ich Keyword-Recherche nur auf Difficulty stützen?

Kurz: Nein.

KD ist einer von vielen Faktoren — keine absolute Größe, der Sie blind folgen sollten.

Beispiel: High-Volume-Keywords mit niedrigem KD klingen besser als Long-Tails mit historisch niedrigem Volumen und Difficulty.

Aber bei Betrachtung der Keyword Golden Ratio wird klar: Sie können für ein High-Volume-Keyword nicht ranken, wenn Ihre Site keine Autorität hat — auch bei niedrigem KD.

Heißt: Keyword-Recherche holistisch angehen. Suchintention, Suchvolumen, Site-Autorität — alles berücksichtigen.

Tools zur KD-Berechnung

Da viele Faktoren reinspielen, sind Tools mit präzisen KD-Scores Gold wert.

Um die richtigen Keywords zu wählen, gibt’s mehrere Tools. Die unten genannten liefern verlässliche Difficulty-Daten.

Ahrefs

Ahrefs ist nicht nur Backlink-Checker, sondern eine Full-Suite-SEO-Lösung.

Der Keywords Explorer liefert einen vertrauenswürdigen Difficulty-Score.

Ahrefs Difficulty Score

Plus: Filter nach KD-Score, Volumen u. a.

Ahrefs Difficulty Filter

Auch SERP-Drilldown pro Keyword.

Ahrefs SERPs

Reverse-Engineering: Keywords finden, für die Wettbewerber ranken, Sie aber nicht. Filterbar nach KD und Volumen.

KWFinder

Ahrefs ist teuer (99 $/Monat). Wer ein günstigeres Tool sucht, das ähnlich stark ist: KWfinder.

Wie Ahrefs zeigt KWfinder Faktoren und Filteroptionen, um niedrig kompetitive Keywords zu finden.

KWFinder Dashboard

Statt DR nutzt das Tool Moz’ Domain Authority (DA) und Page Authority (PA). Plus Majestic Trust Flow (TF) und Citation Flow (CF), um zu verstehen, wie SERPs den KD-Score beeinflussen.

Surfer SEO

Surfer SEO ist kein klassisches Recherche-Tool — aber wer Content produzieren will, der mit den Top-rankenden Seiten konkurriert (oder sie übertrifft), braucht Software, die diesen Kampf fair macht.

Der SERP-Analyzer zeigt, wie gut Top-rankende Seiten für Ihr Ziel-Keyword optimiert sind.

Surfer SEO SERP Analyzer

Anders als Yoast SEO oder Rank Math (Checklisten-Tools) analysiert Surfer Seiten basierend auf:

Gut strukturierter Content, der wichtige Begriffe und NLP abdeckt, bekommt einen hohen Score.

Im Content Editor: Keyword oder Cluster eingeben, Tool zeigt zu erwähnende Entitäten — abgeleitet aus den Top-rankenden Seiten.

Von dort haben Sie alle Daten, eine überlegene Version des Wettbewerber-Contents zu schreiben.

Fazit

Der KD-Score ist essenziell, um Keywords zur Optimierung zu finden.

Sie können Schwierigkeit auch manuell aus der Analyse rankender Seiten ablesen. Aber: KD spart Stunden — Sie streamlinen und beschleunigen die Recherche.

Gleichzeitig: KD ist nicht das Maß aller Dinge. Sie sollte mit anderen Faktoren kombiniert werden, um die besten Keywords für die Kampagne zu finden.

FAQ

FAQ zum Keyword Difficulty Score

Antworten auf die häufigsten Fragen zur Keyword Difficulty.

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